Grüner wohnen: Nachhaltig einrichten und dekorieren
Immer mehr Menschen achten auch beim Möbelkauf auf die Umweltverträglichkeit und Herkunft von Rohstoffen und machen das Thema Nachhaltigkeit so zu einem der wichtigsten Wohntrends im neuen Jahr. Möbel und Wohnaccessoires sollen im Einklang mit Mensch und Natur stehen und dazu auch noch das Auge erfreuen. Eine zunehmende Auswahl nachhaltig produzierter Einrichtungsgegenstände macht die Gestaltung eines gleichermaßen umweltverträglichen und einladenden Zuhauses einfach wie nie.
Einrichten mit nachwachsenden Rohstoffen
Wichtigster Rohstoff im Möbelbau ist nach wie vor Holz, auch wenn es häufig nur in Form beschichteter Spanplatten zum Einsatz kommt. Hochwertiger und weitaus verträglicher für Mensch und Umwelt sind sicherlich Vollholz-Möbel, die weitgehend auf den Einsatz problematischer Substanzen verzichten können. Doch auch die Wahl der Holzsorte an sich trägt zur Nachhaltigkeit von Möbeln bei, da längst nicht alle Bäume nach Belieben nutzbar sind. Grundsätzlich empfehlenswert sind heimische Hölzer wie Buche, Ahorn und Esche, die allerdings auch unter hohem Energieaufwand aus dem Ausland importiert sein können. Der Blick auf Gütesiegel oder eine gezielte Nachfrage beim Händler ist also unumgänglich, wenn man wirklich auf Nummer sicher gehen möchte.
Da die meisten Bäume erst mehrere Jahrzehnte wachsen müssen, bis sie Holz liefern, entwickelt sich Bambus mehr und mehr zur Alternative im Möbelbau. Einige Bambusgewächse schießen am Tag bis zu einem Meter in die Höhe, wodurch dieser Rohstoff sowohl leicht verfügbar als auch nachhaltig ist. Zwar gilt Bambus in Asien als Holz armer Leute, wird in Europa aber immer mehr zum Trendmaterial anspruchsvoll designter Möbel.
Trendy Recyclingmöbel für Individualisten
Neben der Verwendung von möglichst naturbelassenem Holz können auch recycelte Rohstoffe zur Nachhaltigkeit der eigenen Einrichtung beitragen. Die einfachste Form des Möbelrecyclings besteht im Kauf gebrauchter Möbel, die auf Trödelmärkten, im spezialisierten Handel oder durch Kleinanzeigen erhältlich sind. Außerdem gibt es immer mehr Designer, die aus Sperrmüll und anderen gebrauchten Materialien neue, einzigartige Stücke schaffen. So wird beispielsweise eine Tür zum Tisch, eine Schublade zum Regalbord oder ein Bilderrahmen zum Stuhl, wovon Umwelt und Fans individueller Einrichtungsideen gleichermaßen profitieren.
Nachhaltige Wohnaccessoires aus Naturmaterialien
Auch eine nachhaltige Einrichtung kommt nicht ohne Wohnaccessoires aus, die Akzente im Raum setzen und einen eigenen Stil kreieren. Vor allem Wohntextilien tragen entscheidend zur Gemütlichkeit bei und werden als Kissenbezüge, Decken, Tischsets etc. aus Bio-Baumwolle auch dem Anspruch an Nachhaltigkeit gerecht. Außerdem bieten Körbe und Boxen aus Filz Stauraum für Zeitschriften oder Kaminholz und Utensilien aus biologisch abbaubarem Mais-Kunststoff stehen konventionell gefertigten Produkten auch im feuchten Badezimmer in nichts nach.
Wie auch bei Möbeln gibt es neben dem Trend zu Naturmaterialien eine immer ausgeklügeltere Verarbeitung recycelter Rohstoffe zu stylishen Wohnaccessoires. Bilderrahmen , Teelichhalter oder dekorative Kisten aus dem Holz von Baugerüsten ergänzen eine moderne Einrichtung perfekt und versprühen den so begehrten Vintage-Charme. Auch Altpapier, Essstäbchen und ausrangierte Kleidungsstücken erhalten in Form ausgefallener Lampen oder Beistelltische neues Leben.









