Welche Möbel passen in welche Wohnung…?
…und welche überhaupt nicht? Wenn man umzieht und dabei nicht nur die Adresse, sondern auch den Wohnungstyp wechselt, muss man sich ...weiterlesen
Das Glück begreifen, daß der Boden, auf dem du stehst, nicht größer sein kann, als die zwei Füße ihn bedecken. (Franz Kafka)
Ideen und Tipps für den Parkettboden
Im Zeitalter von IKEA, Toom und Co. kommt es nicht allzu selten vor, dass Gäste während ihrer Stippvisite feststellen, dass genau der gleiche Teppich bei ihnen in der Diele liegt. Auch die Vorhänge oder die Vase im Wohnzimmer haben sie schon einmal bei einem Bekannten gesehen. Das Dilemma: Mit den günstigen Dekorationselemente aus der Massenproduktion besteht immer die Gefahr, dass sie in jedem zweiten Haushalt der Siedlung zu finden sind. Doch das gesparte Geld können wir ganz einfach in die so oder so preisintensivere Ausstattung unseres Boden investieren! „Parkett“ heißt das Zauberwort – die Holzböden sind die Unikate unter den Bodenbelägen! Kein Produkt gleicht dem anderen, denn Maserung und Farbton sind von Baum zu Baum verschieden.
Der Naturboden überzeugt mit einigen Vorzügen. Schon in den vergangenen Jahrhunderten war das Wärme und Behaglichkeit ausstrahlende Holz ein beliebter Belag für den Fußboden. Auch heute ist es noch eine zeitlose Alternative zu ausgefallenen Fliesen- oder Teppich-Mustern. Hinzukommt, dass gerade dunkle Farbtöne sehr elegant wirken. Holz ist außerdem bei richtiger Pflege sehr langlebig und robust. Laminat-Liebhaber monieren immer wieder, dass das Echtholz leider sehr empfindlich ist und jede Unachtsamkeit mit hässlichen Kratzern bestraft wird. Eines vergessen sie dabei aber: Parkett kann durch Renovierung, auch mehrfach, immer wieder in Schuss gebracht werden. Dazu muss „nur“ die obere Schicht abgeschliffen und neu versiegelt werden.
Grundsätzlich unterscheidet der Fachmann in Einschicht- und Mehrschicht-Parkett. Ersteres besteht ausschließlich aus Vollholz, zweiteres hingegen aus mehreren Schichten, wobei die Oberflächenschicht ebenfalls aus Vollholz besteht. Es ist generell etwas günstiger als Massivholzparkett. Mehrschicht-Parkett wird häufig auch als Fertigparkett bezeichnet, da dieses bereits mit einer Oberflächenbehandlung versiegelt wurde.
Je nach verwendete Holzart unterscheidet sich der Farbton und die Musterung des Parketts. Helle Böden bestehen zum Beispiel aus Ahorn, Esche, Erle oder Birke und passen wunderbar zu einem nordischen Einrichtungskonzept. Sehr beliebt sind außerdem Rottöne wie Buche, Kirsche, Merbau oder Mahagoni. Besonders edel wirken dunkle und helle Brauntöne. Solches Parkett wird unter anderem aus Eiche, Kambala, Muhuhu oder Wengé gefertigt. Wer wirklich individuell sein möchte, kann verschiedene Holzarten miteinander kombinieren.
Bei der Auswahl des geeigneten Bodenmaterials zählen auch die technischen Eigenschaften der Hölzer. Birken- und Eschen-Parkett sind zum Beispiel sehr belastbar. Ersteres ist außerdem fein und gleichmäßig strukturiert, während Kiefer mit markanten Jahresringen aufwartet. Unter den roten Hölzern liefert die Buche die härteste Oberfläche. Etwas weicher, dafür aber dafür überzeugend durch seine hochwertige Optik ist Kirschholz. Die Eiche ist der Klassiker unter den dunklen Böden. Sie ist besonders robust und harmonisch gemasert.
Da Holz ein natürlich wachsendes Fußbodenmaterial ist, gibt es bei jedem Baum kleine, aber feine Unterschiede in Farbe, Maserung und Struktur. Im Baumarkt werden diese Unterschiede als Sortierungen klassifiziert. Mit Hilfe derer wird genau beschrieben, in welchem Maße sich die angebotenen Bodenbeläge in Astigkeit, Farbe und Maserung unterscheiden. Die Bezeichnung der Sortierungen ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Üblich sind aber unter anderem Bezeichnung wie „select“ (für eine etwas feinere Holzstruktur), „natur“ oder „rustikal“.
Für welches Holzdesign man sich entscheidet, hängt natürlich von der Wirkung ab, die man erzielen möchte. Dezente Maserungen sind perfekt, wenn man eher mit der Möbelauswahl punkten möchte. Rustikale Muster oder auffällige Rottöne hingegen lenken den Blick auf den Boden. Vorsicht ist bei dunklen Tönen geraten, diese können den Raum schnell kleiner und gedrückt wirken lassen. Helles Parkett ist eine gute Alternative, um das Wohn- und Schlafzimmer in einem freundlichen Ton erstrahlen zu lassen.
Wie der Parkett-Boden wirkt, wird außerdem vom so genannten Verlegemuster beeinflusst. Die Ein-Stab-Variante ist der Klassiker. Ausgefallener sind Fischgrätenmuster, Flechtmuster oder Burgunder Verband. Rauten- oder Würfelmuster hingegen sind ein echter Hingucker in modern eingerichteten Zimmern.
Pflegetipp: Damit das edle Holzparkett lange Zeit hält, muss nach dem Verlegen abschließend die Oberfläche behandelt werden. Öl, Wachs und Lack sorgen nicht nur für einen glänzenden Auftritt, sondern schützen den Boden außerdem vor Wasser, Schmutz und Kratzern.
Bilder von Parkettböden















