Gut abgedunkelt mit Gardinen und Rollos
Große bodentiefe Fenster machen nicht nur eine gute Figur, sie lassen vor allem viel Licht herein und machen den Raum optisch größer. Gerade ...weiterlesen
Ein dekorativer Blickschutz für Fenster und große Glastüren ist die Gardine. Doch das dünne Textiltuch ist nicht nur dazu geeignet nicht gewollte Blicke aus der Umgebung aus der eigenen Wohnung fern zuhalten, es schützt auch vor ungewollter Sonneneinstrahlung, schädlichen UV-Strahlen oder besonders im Schlafzimmer vor dem weckendem Tageslicht. Ausserdem verhindern Gardinen im zugezogenem Zustand, dass Staub und ein kalter Luftzug in das Zimmer eindringen. Zusätzlich wird auch der Lärmpegel der Außenwelt verringert. Die klassische Gardine besteht aus Baumwolle, Leinen oder auch aus Seide. Durch die unterschiedlichen Materialien, Motive und Gewebestärken können die Gardinen dem individuellen Geschmack der Besitzer angepasst werden.
Die richtige Wahl der passenden Gardine unterliegt zum einen den aktuellen Modetrends, andererseits dem persönlichen Geschmack und des weiteren den innenarchitektonischen Vorlieben. So befinden sich zum Beispiel in sporadisch und offen gestalteten Räumen meist keine Gardinen oder unscheinbare teilweise transparente, helle Vorhänge. In Schlafzimmer lassen sich in des eher Vorhänge aus festeren Stoffen finden, die Licht undurchlässig sind und nicht beim schlafen stören. Küchengardinen auf der anderen Seite sind häufig kurz und bedecken meist nicht das gesamte Fenster. Vor allem in älteren Haushalten sind Küchengardinen mit viel Spitze verziert.
Gardinen werden üblicherweise an Halteringen auf einer Gardinenstange oder an einer Gardinenleiste aufgehangen. Diese können aus verschiedenen Materialien bestehen, wie z.B. Messing, Holz oder Edelstahl. In den 1970er Jahren begann der Siegeszug der fest montierten Führungsschiene, die das sorglose Öffnen und Schließen der Vorhänge ermöglicht. Diese aus Kunststoff oder Aluminium bestehenden Schienen werden an die Decke über dem Fenster montiert und sind somit platzsparend und nur bei genauem hingucken sichtbar. Modischere Gardinensysteme können auch lediglich aus einem Stahlseil bestehen, an dem die Gardinenringe angebracht und leicht verschiebbar sind.
Doch nicht jede Gardine muss mit Hilfe von Hängehaken befestigt werden. Die sogenannten Schlaufengardinen besitzen, wie der Name schon sagt, große Schlaufen aus dem Gardinenmaterial, die direkt auf der Gardinienstange entlang laufen. Die Gardinenstangen werden mit Hilfe von zwei Halterungen an der Wand oberhalb des Fensters befestigt. Diese Halterungen besitzen entweder ein T- oder ein C-förmiges Profil und bestehen meist aus dem Material der Gardinenstange. Diese wird dann einfach in die Halterungen eingehängt. Ganz einfache Aufhängesysteme können mit einem Klettverschluss montiert werden, somit ist dies eine perfekte Möglichkeit für Menschen mit zwei linken Händen. Bei dieser Variante ist es allerdings nicht möglich die Gardine zu verschieben, daher werden solche Systeme hauptsächlich bei Gardinenschals, die an den Fensterseiten hängen, genutzt.
Gardinen werden sehr häufig gewebt, geklöppelt, geknotet, geflochten oder bestickt. Bei der Auswahl der passenden Gardine sollte allerdings auf die restliche Raumdekoration geachtet werden. So werden in schwarz-weiß eingerichteten Zimmern auch häufig Vorhänge in diesen Farben genutzt. Wohingegen in Wohnungseinrichtungen mit vielen bunten Farben oder im Stile der 60er und 70er Jahre auch Gardinen mit ähnlichen Motiven und Farben genutzt werden.
Schwere, dicke Vorhänge erzeugen das Gefühl von Eleganz und Erhabenheit, gerade aus diesem Grund sind sie in den heutigen Wohnzimmern eher selten zu finden. Der Raum wirkt kleiner und gedrungener. Helle Gardinen lassen einen Raum erleuchten und strahlen.












