Wecker

Das erste was der Mensch am Morgen meist hört, ist sein Wecker. Durch ein ohrenbetäubendes Piepen, den eigenen Lieblingssong oder laute Radiomoderatoren reißt er den Mensch meist sehr abrupt aus dem Schlaf. Nicht immer sanft, aber mit Ausdauer.

Der Wecker ist eine Uhr, die uns vor dem Verschlafen schützen soll. Vor der Industrialisierung am Ende des 18. und im 19. Jahrhundert wurden die Menschen von der Sonne, dem Krähen des Hahns oder den Kirchenglocken geweckt. 1787 erfand der US-Amerikaner Levi Hutchins den ersten Wecker, der allerdings nur um 4 Uhr früh morgens läutete. Knapp 60Jahre später entwickelte der Franzose Antoine Redier den ersten mechanischen Wecker, bei dem die Aufstehzeit individuell eingestellt werden konnte.

Heute gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Weckermodellen. Vom Reisewecker über den Radiowecker bis hin zu Weckern für Schwerhörige und Gehörlose. 2005 entwickelte eine amerikanische Studentin sogar einen Wecker, der sich beim wecken versteckt, so dass der Besitzer aufstehen und nach ihm suchen muss.

Doch Wecker ist nicht gleich Wecker. So gibt es zum Beispiel den Funkwecker, bei dieser Art können mittels einer integrierten Funkuhr ausgestrahlte Signale empfangen und damit immer die exakte Zeit angeben werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Uhren stellen sie sich automatisch auf Sommer- oder Winterzeit um und benötigen kein Nachstellen oder Nachjustieren mehr. Heute sind verschiedene Funkuhren in zahlreichen Formen und Farben auf dem Markt, teils mit interessanten Extras wie Mini-Solarzellen oder Temperaturanzeige. Ein Trend der letzten Jahre ist die Funkuhr mit Projektionsfunktion. Die aktuelle Uhrzeit wird dabei digital an der Wand oder an der Decke angezeigt. Touchscreens erleichtern die Bedienung und machen den Wecker zu einem stilvollen Hingucker. Viele solcher Wecker besitzen eine Datum- und Temperaturanzeige.

Die besondere Ausstattung heutiger Wecker, ist die Schlummertaste, die einen elektronischen Wecker automatisch um fünf bis zehn Minuten verstellt, das Speichern verschiedener Weckzeiten je nach Tag und das Abspielen der Lieblingsmusik, an Stelle eines Tutens oder Piepens.

Eine besondere Art des Weckers ist der sogenannte Lichtwecker, der sehr schonend für den Organismus ist. Lichtwecker besitzen vermehrt die Form eines Nachttischlampe, die durch ein langsames erleuchten einen 30 minütigen Sonnenaufgang simuliert und damit behutsam auf das baldige Aufstehen vorbereitet. Nach Angaben des Herstellers wird die steigende Helligkeit im Schlafzimmer unbewusst vom Schlafenden wahrgenommen und dadurch wird die Serotonin-Produktion angekurbelt und gleichzeitig der Melatonin-Spiegel abgesenkt. Beides begünstige das natürliche Erwachen. Klinische Tests haben gezeigt, dass der Lichtwecker auch auf das Anti-Stress Hormon Kortisol eine positive Wirkung hat. Einige Modelle verfügen allerdings auch über eine Einschlaffunktion, bei der der Wecker einen Sonnenuntergang nachstellt.

Zu dem klassische Wecker, mit schwarzem Gehäuse, mit roter Zeitanzeige und zwei Tasten zum Zeit verstellen, gibt heute verschiedene neue, stylische Varianten. So zum Beispiel die Wecker mit Komikfiguren, Wecker in Form von  Raumschiffen, Robotern oder Sportarenen. Solche meist sehr bunten Wecker lassen sich in Kinder- und Jugendzimmern finden. Beliebte Motive, wie Mickey Mouse, Winnie Puh, Cinderella oder Aladin erfreuen die Kleinen der Familie und machen das Aufstehen etwas leichter, außerdem setzten sie dekorative Blickpunkte. Trotz bunter Motive bleiben die Funktionen der Kinderwecker ähnlich, auch hier sind eine Snooze-Funktion und variable Lautstärken integriert.