Die Welt ist größer als das Fenster, das du ihr öffnest.
Eckfenster: Modelle und Tipps
Ganz im Sinne der deutschen Ordnung und Genauigkeit sind die Außenfenster unseres Eigenheimes in den meisten Fällen mittig in der Fassade integriert. Ob als zusammenhängende Fensterfront im Wohnzimmer oder Zweier-Kombi für das Schlafzimmer – hauptsache die Gucklöcher sitzen symmetrisch in der Hauswand. Wer die Außenansicht seines Hauses aber architektonisch etwas interessanter gestalten möchte, hat neben Panorama- und Fassadenanschlussfenster noch eine weitere Gestaltungsoption: das Eckfenster!
Sowohl in der Außenansicht als auch im Raum selbst, ist das Eckfenster ein raffiniertes Bauelement. Es ist ein echter Hingucker und lockert die Fassade optisch auf. Der Trend geht schon seit einigen Jahren weg vom symmetrisch durchgeplanten Fertighaus, in dem auf jeder Hausseite ein bis zwei Fenster eingebaut werden – in gleicher Höhe und Breite. Stattdessen setzen immer mehr Häuslebauer auf Individualität und Funktionalität. Zum Beispiel werden Fenster nur dort in der Fassade integriert, wo man das Licht im Raum auch wirklich braucht. Außerdem wird mit verschiedenen Formen und Größen gespielt. Damit bekommt jedes Haus seine persönliche Note. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie bei der Kleidungsauswahl von Frauen: T-Shirts und Co. aus dem Massenkaufhaus bekommen erst dann ihren individuellen Charme, wenn im Outfit durch die eigenen Accessoires gezielt Akzente gesetzt werden.
Nie mehr dunkle Ecken! So könnte das Credo der Eckfensterhersteller lauten. Kleine Räume wirken mit dieser Fensterkonstruktion größer, da sie nicht mehr von vier dunklen Nischen abgegrenzt werden. Stattdessen eröffnet sich dem Raumbewohner ein ganz neues Blickfeld. Statt nur in eine Richtung zu schauen, ermöglichen Eckfenster den Rundumblick in zwei Himmelsrichtungen. Zusätzlich wird der Lichteinfallswinkel durch die weitere Seite vergrößert und das Zimmer ideal ausgeleuchtet. Auch die Sonne strahlt zum Beispiel schon auf der Ostseite der Fassade kräftig in den Raum hinein und erhellt diesen auch am Nachmittag noch, wenn der andere Teil des Eckfensters in Richtung Süden zeigt.
Wie bei den klassischen Außenfenstern hat man hier die Wahl zwischen verschiedenen Rahmen. Es gibt sie unter anderem in Holz-, Kunststoff- oder Aluminiumausführungen. Ob große Eckverglasungen, die bis kurz über den Boden reichen, oder längliche Panorama-Exemplare – die Auswahl an verschiedenen Designs ist groß. Für den Innenbereich braucht man je nach Größe und Form des Eckfensters nicht unbedingt die Gardinen oder Rollos sonderanfertigen lassen. Stattdessen werden sie an jeder Seite separat angebracht. Das sieht in den meisten Fällen sogar besser aus als eine zusammenhängende Gardinenstange.
Deko-Tipp: Wer hat gesagt, dass an beiden Fensterteilen dieselbe Jalousie in der gleichen Farbe hängen muss? Der Raum wird farblich aufgepeppt, wenn man die Fenstertextilien in verschiedene Tönen oder Mustern wählt. Die einzige Gestaltungsregel: Farben und Design müssen optisch zueinander passen.
Bilder Eckfenster












