Fenster nach Öffnungsart

Wo Trübsal zum Fenster heraussieht, sehen keine Freunde hinein.

 

Überblick: Fenster nach Öffnungsarten

 
Fenster werden nicht nur nach ihrem Einbauort, sondern auch nach ihrer Öffnungsart in verschiedene Kategorien eingeteilt. Hauseigentümer haben damit nicht nur die Möglichkeit, aus dem breiten Sortiment an verschiedenen Fenstergrößen und – ausführungen zu wählen, sondern auch die Frage, wie man denn sein Fenster öffnen möchte, steht noch nur Debatte. Wer dachte, dass sich die Auswahl dabei auf zwei oder drei Bauarten beschränkt, hat sich getäuscht!

Drehen, Klappen oder Kippen? Das ist nur eine von vielen Entscheidungen, die beim Fensterkauf getroffen werden müssen. Bei den so genannten Oberlichtfenstern – das sind die kleinen Fenster, die in vielen Altenbauten über den Flügelfenstern liegen- unterscheidet man zum Beispiel in eine Klapp- und eine Kippvariante. Bei ersterer kann das Fenster nach außen hin geöffnet werden, bei letzterer wird es hingegen nach innen gekippt.

Eine weitere Öffnungskategorie teilen sich das Dreh-Kipp- und das Dreh-Fenster. Das Dreh-Kipp-Fenster ist heutzutage die wahrscheinlich gängigste Öffnungsart für ein Außen- bzw. Fassadenfenster. Mit Hilfe eines Hebels kann es wie eine Tür vollständig nach innen geöffnet oder lediglich angekippt werden. Fenster, die diese Ankippfunktion nicht haben, werden als reine Dreh-Fenster bezeichnet. Diese werden zum Beispiel für die Balkon-Fenster-Tür verwendet. Je nach Modell erfolgt die Öffnung einwärts oder auswärts.

Im Dachfensterbereich ist neben dem reinen Klappfenster, dass nach außen geklappt wird, dass so genannte Schwingfenster der Verkaufsschlager schlechthin. Die Drehachse ist hier mittig und horizontal am Fenster montiert. Beim geöffneten Fenster ragt dann nur die Hälfte der Fensterfläche nach innen, der andere Teil zeigt nach außen. Diese Bauart wird vor allem bei großen Dachfenstern verwendet, deren Gewicht bei der einfachen ‚Nach-Außen-Klapp-Variante’ zu schwer sein würde, um es in der geöffneten Position zu halten. Diese Vorzüge haben sich auch bei der Schwingefenster-Ausführung für die Fassade bewährt. Viele Panorama-Fenster sind mit diesem Mechanismus ausgestattet. Denn auch hier wären das Gewicht und die Länge des Fensters zu groß, um es im Stile der klassischen Drehfenster zu öffnen. Die vertikale Version des ‚schwingenden Fensters’ ist das Wendefenster. Es besitzt einen Fensterflügel, der durch drehen um eine vertikale Achse zu öffnen ist.

Noch öfters in Großbritannien, aber eher selten in Deutschland schmücken Schiebfenster die Fassade. Solche Fenster bestehen aus zwei Hauptelementen, wobei beim Öffnen des Fensters, der untere Teil vertikal nach oben über den darüber liegenden Teil geschoben werde. Modelle, bei denen die Fensterelemente horizontal verschoben werden, funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Schiebetüren. Als Terrassen- oder Balkon-Fenster sind sie eine platzsparende Alternative zur Dreh-Fenstertür, da sie weder in den Außenbereich noch in den Innenraum ragen.

Fenster, die man gar nicht öffnen kann, nennt man übrigens Festverglasung.

 

Beispiele für Öffnungsarten