Hecken werden von seit jeher als grüne Abgrenzung auf dem Hofgelände und im Hausgarten verwendet. Ein lebender Abschluss wirkt immer freundlicher als ein nüchterner Zaun. Hinzu kommt bei den Hecken ihr hoher Wert als Nistgelegenheit für Vögel sowie als Wind-, Sicht- und Staubschutz. Als Nachteile gegenüber Zäunen und Mauern sind der große Raumbedarf und der Entzug von Wasser und Nährstoffen aus dem Boden zu nennen, zwei Argumente, die im größeren ländlichen Garten zu keinem Problem zu werden brauchen. Soll mit der Abgrenzung ein sicherer Schutz gegen Geflügel und Wild verbunden werden, so ist zusätzlich ein 50 bis 80 cm hoher Maschendraht mit 30 bis 40 mm Maschenweite zu ziehen, der von den Heckensträuchern allmählich überwachsen wird.
Bei der Pflanzenauswahl der Heckenpflanzen ist Einiges zu bedenken, denn allzuleicht sagt uns später ihre endgültige Höhe nicht zu, oder die Standortverhältnisse eignen sich nicht für die gewählte Pflanzenart. Das größte Übel wäre, lange Strecken mit Liguster, Weißdorn, Hainbuchen oder anderen Arten, die einen strengen Schnitt verlangen, zu bepflanzen, ohne garantieren zu können, dass immer zur rechten Zeit jemand für diese schwere und lange Arbeit zur Verfügung steht. Die regelmäßige, zeitgebundene, viel Zeit beanspruchende Pflege von streng geschnittenen Hecken ist vor der Anlage einzukalkulieren.
Die Lösung liegt hier bei den freiwachsenden Blüten- und Fruchthecken, die wie die üblichen Ziersträucher nur einen gelegentlichen Auslichtungsschnitt verlangen. Durch ihre natürliche Wuchsform wirken sie viel auflockernder und fröhlicher als eine geschorene Hecke. Sie dürfen sich ihrer Art entsprechend frei entwickeln, weshalb bei der Auswahl die Wuchshöhen und -breiten besonders zu beachten sind. Es können freiwachsende Hecken mit gleichartigen Sträuchern, aber auch gemischte Hecken gepflanzt werden, wozu Arten mit gleichen Höhen zusammengestellt werden müssten. Besonders wertvolle Hecken stellen immergrüne Gehölze dar, weil sie zu jeder Jahreszeit einen Schutz und einen grünen Rahmen bilden. Die meisten verlangen eine milde Lage.











