Teiche

Poollandschaft

Wasser marsch! – Wasserlandschaften für den heimischen Garten

Der Sommer steht vor der Tür und was ist an heißen Tagen schöner, als sich im kühlen Nass zu erfrischen. Wem weiße Sandstrände zu weit ...weiterlesen

Die Oberfläche des Teiches ist der Spiegel der Natur.

 

Ideen und Tipps für den Teich

 

Wem ein Brunnen zu wenig Wasser bietet und wer lieber eine ganze Wasserlandschaft sein Eigen nennen möchte, der baut sich einen Gartenteich. Damit schafft man ein Biotop, dass nicht nur toll aussieht, sondern der Natur hilft, indem ein neuer Lebensraum entsteht. Fische, Frösche, Libellen oder anderes Kleintier finden dort ein neues Zuhause. Und egal wie groß der Aufwand beim Einbau gewesen sein mag, in einer lauen Sommernacht dem Plätschern, Zirpen und Quaken zu lauschen, entschädigt für all den Aufwand!

Die üblichen Methoden um einen Teich anzulegen sind das Verlegen einer Folie oder die Integration eines Beckens. Die erste Variante birgt den Vorteil, dass Form und Größe des Mini-Sees individuell gestaltet werden können. Auch die Tiefe kann an die Bodenbeschaffenheit des Gartens angepasst werden. Außerdem ist der Spielraum in puncto Fläche generell größer. Die zweite Möglichkeit hingegen ist einfach und schnell zu planen. Außerdem sind bereits verschiedene Pflanzenzonen im Becken eingebaut. Im Allgemeinen gilt: Je mehr Fische und Pflanzen eingesetzt werden sollen, desto größer muss der Teich sein.

Bevor man die geeignetste Methode wählt, wird nach einem passenden Standort im grünen Gartenparadies gesucht. Der Mini-See darf nicht den ganzen Tag ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein, ansonsten besteht die Gefahr, dass das Wasser faul wird und bei Sauerstoffmangel kippt. Vier bis sechs Stunden Sonne täglich in Frühjahr und Sommer sind ausreichend für einen artenreichen Bewuchs. Bäume sind nur bedingt geeignete „Sonnenschirme“, da abfallendes Laub den Teich verschmutzt und zur Überdüngung führen kann. Optimal ist ein schattiges Plätzchen in der Nähe des Zauns oder der Hauswand. Die Bewohner des Teiches werden sich auf jeden Fall freuen – wer möchte schließlich in einer lauwarmen Brühe hausen?!

Die Pumpe und der Filter sind das A und O eines jeden Teiches, egal ob als Becken- oder Folienvariante. Gerade weil die Tümpel flächenmäßig sehr klein sind und sich nicht selbst reinigen können, muss der Natur nachgeholfen werden. Mit Hilfe der genannten Teichtechnik wird regelmäßig Schmutz und Fischkot entfernt und die Sauerstoff-Zirkulation mit neuem Wasser angekurbelt. Indem überschüssige Nährstoffe reduziert werden, bleibt das Wasser wunderbar klar. Die Leistungen der Geräte sind je nach Hersteller und Preisklasse sehr unterschiedlich. Damit man aber lange seine Freude an dem hauseigenen Biotop hat, darf an Pumpe und Filter auf keinen Fall gespart werden. Ansonsten wird aus der Wasser-Romantik, ein modrig und faul stickender Gartenschreck.

Unser Tipp: Pumpe und Filter so weit wie möglich voneinander entfernt positionieren, dann wird das Wasser besser umgewälzt.

Die genauen Maße eines Beckenteiches sind beim Kauf bereits vorgegeben, dementsprechend tief und breit muss dann das Loch im Garten ausgehoben werden. Der Aufbau ist im Vergleich zur Arbeit mit einer Teichfolie relativ einfach. Das Becken muss passgenau in die Grube eingesetzt werden. Dazu die Wanne auf die gewünschte Stelle setzen, die tiefste Zone direkt auf dem Gras nachzeichnen und die anderen Ebenen mit Pflöcken markieren. Begonnen wird mit dem Ausgraben der tiefsten Stelle. Breite und Tiefe müssen mindestens zehn Zentimeter größer ausgehoben werden, da vor dem Einlassen der Beckens eine zehn Zentimeter große Sandschicht eingefüllt und fest gestampft werden muss. Nach dem der Fertigteich eingesetzt wurde, muss er eingeschlämmt werden. Dazu wird ein Wasser/Sand-Gemisch in die seitlichen Freiräume gefüllt. Damit die Wanne dabei nicht aufschwimmt, kann vorher bereits ein Drittel Wasser in das Becken gefüllt werden. Nach dem Einbau der Teichtechnik kann schon die Dekoration der Wasserwelt beginnen. Die Bepflanzung wird durch eingebaute Sumpfzonen, Biotop-Ränder und Ebenen erleichtert. Da die meisten Wasserpflanzen schon mit einer Tiefe von 10-40 Zentimeter auskommen, sind diese vollkommen ausreichend.

Etwas aufwendiger ist die Gestaltung eines Folienteiches, dafür sind aber den eigenen Wünsche keine Grenzen gesetzt. Es empfiehlt sich verschiedene Formen und Größen zu Beginn in einer maßstabsgetreuen Skizze auf Papier zu bringen und verschiedene Designs zu probieren. Anschließend sind Holzpflöcke und Gartenschlauch auch hier wieder die optimalen Gartenhelfer um die Umrisse der favorisierten Form auf dem Boden zu markieren. Auch bei einem Folienteich sollten verschiedene Sumpfzonen und Ebenen eingeplant werden. Wie beim Beckenmodell werden nach und nach alle Ebenen ausgehoben. Sumpf- und Flachwasserzonen werden später mit einer ca. 10 cm dicken Schicht Kies oder Teichsubstrat bedeckt, dass darf bei der Tiefe des Aushubes nicht vergessen werden. Weiterhin ist es wichtig, dass die Teichränder genau auf einer Ebene liegen, deshalb ab und zu mit einer Wasserwaage nachprüfen. Damit Gartenvlies und Teichfolie nicht beschädigt werden, müssen alle spitzen Gegenstände, wie Steine und Wurzeln, gewissenhaft entfernt werden.

Damit die Folie geschützt ist, wird empfohlen eine Sandschicht und ein Teichvlies einzubringen. Letzteres muss sehr widerstandsfähig sein und aus nicht verrottenden Synthetikmaterial bestehen. Anschließend kann endlich die Teichfolie mit circa 30 bis 50 cm Überstand verlegt werden. Damit nicht unnötig Wasser verloren geht, sollte eine so genannte Kapillarsperre eingebaut werden. Dabei wird der Folienrand senkrecht hochgestellt und kurz über dem Erdreich abgeschnitten. Der obere Folienrand muss immer höher als der oberste Wasserstand liegen. Zur Gestaltung des Ufers wird empfohlen Böschungsmatten aus Nylon- oder Kokosgeflecht sowie Böschungstaschen auszulegen. Nach einiger Zeit wachsen die Pflanzen daran fest und verdecken vollkommen die unschönen Folienränder. Auch Zierkiesel oder Findlinge sind hübsche Dekorations-Elemente.

Unser Gestaltungstipp: Auf Grundstücken mit Hanglage ist meist wenig Platz für einen Gartenteich. Stattdessen kann man das natürliche Gefälle nutzen und einen kleinen Bachlauf installieren. Auch hier gibt es bereits vorgefertigte Bachlaufschalen und spezielle Bachpumpen.

 

Beispiel für Gartenteiche

 

 

Interessante Links zum Thema: Teiche

 
Wissenswertes rund um den Gartenteich

  • Teichbau auf teichbau-profi.de
    Auf dieser Internet-Seite werden verschiedene Teiche vorgestellt und wichtige Tipps zum Bau eines Gartenteiches gegeben.
  • Pflegetipps für den Gartenteich
    Damit ein Gartenteich lange schön aussieht, muss er gut gepflegt werden. Auf gartenteich.de wird erklärt, was alles zur Pflege gehört.