Spindeltreppen

Die Treppe zum Erfolg besteht aus vielen kleinen Schritten. (Ernst Ferstl)

 

Ideen und Tipps für Spindeltreppen

 
Der Trend in der eigenen Wohnung geht hin zu großen, Platz bietenden Lofts, die sich über mehrere Etagen erstrecken. Solche freien Flächen bieten Platz zum gestalten, zum leben und entspannen. Vor allem in alten Fabrikgebäuden entstanden in den achtziger und neunziger Jahren Loftwohnungen die von Künstlern genutzt wurden. Diese Wohnungen sind nicht nur großflächig und besitzen hohe Wände, häufig erstrecken sie sich über mehrere Etagen oder eine sogenannte Galerie ist in den Raum integriert. Doch wie gelangt man am besten in der eigenen Wohnung von einer Etage zu nächsten. Häufig werden Spindeltreppen genutzt, die eine Verbindung zwischen den verschiedenen Ebenen herstellen. Spindeltreppen, egal aus welchem Material sie geschaffen sind, wirken meist sehr elegant und modern. Sie überzeugen durch ihre platzsparende Form und erinnern an die Form eines Schneckenhauses.

Der Bau einer Spindeltreppe verfolgt ein einfaches Prinzip. An einer zentral gelegenen Stahlsäule reihen sich im Uhrzeigersinn Stufen, die auf mitlaufenden Stäben befestigt sind, aneinander. Durch die runde Form die entsteht und die mittige Säule, ähnelt die Treppe einer Spindel und wird daher als Spindeltreppe bezeichnet. Häufig wieder diese Art mit der Wendeltreppe verwechselt. Doch trotz vieler Gemeinsamkeiten besitzt die Wendeltreppe kein festes Zentrum, sondern ein sogenanntes Treppenauge, wodurch die Wendeltreppe mehr Platz in Anspruch nimmt.

Spindeltreppen bestehen meinst aus Stahl oder Metall. Da die Stufen sich zum größten Teil frei in der Luft befinden, muss besonders das Gerüst sehr stabil sein. Die meist aus Holz bestehenden Stufen sind auf, ebenfalls aus Metall oder Stahl bestehenden, Stäben befestigt. Um die gewundene Treppe etwas stabiler zu gestalten, wird meist an dem äußeren Ende der Stufen ein Geländer angebracht. Neuere Modelle besitzen als Treppengeländer Stahlseile, diese sehen zwar sehr dünn und unscheinbar aus, sorgen aber ebenfalls für ausreichende Sicherheit.

Dem eigenen Geschmack entsprechend, können Spindeltreppen auch in verschiedenen Farben in den Wohnraum integriert werden. Je nach der Innenraumausstattung kann zwischen hellen und dunklen Holzsorten gewählt werden, aber auch das rötliche Holz des Kirschbaums wird gern genutzt. Die Holzstufen sind meist poliert und tendieren dazu etwas rutschig zu sein. Um dieser Rutschgefahr vorzubeugen, bieten viele Hersteller Antirutschstreifen an um für mehr Sicherheit zu sorgen. Besonders edle Spindeltreppen besitzen anstatt von hölzernen Stufen, welche aus Acryglas. Durch diese Stufen kann hindurch gesehen werden und daher sind sie für Menschen mit Höhenangst nicht zu empfehlen.

Da zur Befestigung der Treppe keine Wände benötigt werden, kann je nach benötigtem Platz und den eigenen Vorlieben eine Spindeltreppe nach links oder rechts gedreht sein. Durch die eindeutige Bauweise der Treppen erzeugt sie auch ein Gefühl der Leichtigkeit und wird so auch sehr gern in öffentlichen Räumen genutzt, beispielsweise in Galerien, wo sie gleichzeitig zu einem echten Blickfang werden kann. Doch Spindeltreppen werden nicht nur im Innenraum genutzt, weil sie wenig Platz benötigen. Häufig ist diese Art der Treppe auch an Hauswenden zu finden und wird als Feuerleiter und Notausgang genutzt. Solche Modelle sind aus Stahl und dadurch sehr stabil und belastbar.
 

Bilder Spindeltreppe