Drehtüren

Durch das Einfache geht der Eingang zur Wahrheit. (Georg Christoph Lichtenberg)

 

Alles rund um Drehtüren

 
Hören wir das Wort Drehtür denken wir sofort an Kaufhäuser und Bürogebäude. Verbunden ist dieser Gedanke mit Schönheit, Design, Offenheit und manchmal auch mit Prunk und Spaß. Denn auch viele Hotels besitzen eine Drehtür im Eingangsbereich. Die Modelle können, anders als zu herkömmlichen Türen, Menschen gleichzeitig raus und rein gehen lassen. Eine Drehtür ist somit der Inbegriff von Flexibilität und Offenheit, natürlich verbunden mit entsprechender Abgrenzung. Schließlich können auch diese Modelle abgeschlossen werden so, dass niemand mehr das Gebäude betreten kann. Eine Drehtür benötigt aber auch mehr Platz als normale Modelle. Aber in großen Gebäuden wie Kaufhäusern und Hotels ist dies kein Problem. Schließlich soll hier besonders der Eingangsbereich einen ersten sehr guten Eindruck machen. Die Drehtür gehört also mit zur Visitenkarte eines Hauses.

In der Regel bestehen Drehtüren aus drei oder vier Türflügeln, die vertikal an einer Mittelachse angebracht sind. Die Konstruktion wird von einem runden Gehäuse umschlossen. Die Türflügel drehen sich meist im Uhrzeigersinn. Dank dieser Drehtechnik können Personen gleichzeitig ins Gebäude rein gehen und andere Menschen das Haus verlassen. Vor allem bei vielen Personen ist dies zeitsparend. Je größer die Drehtür ist, umso mehr Menschen können sie gleichzeitig benutzen. So kommt es nicht zu Schlangen oder zu einem Personenstau. Gerade in Behörden und Bürogebäuden haben es die Menschen eilig und nur wenig Verständnis für unnötige Wartezeiten. Aber Drehtüren besitzen noch eine ganz andere positive Eigenschaft. Durch sie ist der Hauseingang nie ganz auf. So hemmen sie geschickt den Luftzug. Vor allem im Winter und im Hochsommer eine gute Sache. Heiz- und Kühlmaßnahmen werden mit einer Drehtür reduziert und das spart gleichzeitig auch viel Geld.

Von Drehtüren gibt es verschiedene Modelle. Sie unterscheiden sich nicht nur in Größe und Material sondern auch in der Bedienung. Viele Exemplare werden manuell betrieben. An den Türflügeln sind dann meist Griffe angebracht und die einzelnen Personen können die Drehtür bei Bedarf bewegen. Benötigt niemand die Tür ist sie auch nicht in Bewegung, das spart erneut Energie. Aber gerade bei großen Gebäuden wird verstärkt auf elektronisch angetriebene Modelle gesetzte. Schließlich ist hier die Drehtür sehr oft in Gebrauch. Die Flügeltüren drehen sich langsam, die Geschwindigkeit ist an das durchschnittliche Schritttempo angepasst. Die Drehrichtung kann sich von Land zu Land unterscheiden. In Staaten mit Rechtsverkehr laufen die Drehtüren entgegen den Uhrzeigersinn.

Aber nicht nur in Gebäudeeingängen kommen Drehtüren zum Einsatz. In abgewandelter Form findet sich die Technik an vielen anderen Plätzen. So gibt es etwa im Eingang von abgegrenzten Geländen, wie ein Zoo, Einwegdrehtüren. Diese ermöglichen entweder das rein oder raus gehen. Die Türen haben zu diesem Zweck einen Stoppmechanismus. Auch vor vielen U-Bahn Eingängen oder an Sportstadien gibt es die sogenannten Drehtüren. Sie stellen eine Grenze dar, die mit dem passenden Ticket übertreten werden kann. Immer in eine Richtung. Bei Gebäudeeingängen jedoch kommen Drehtüren mit einem Stoppmechanismus nicht zum Einsatz.

Auch in der Kunst haben Drehtüren ihren Platz gefunden. Sie wurden bereits auf Bildern und Zeichnungen dargestellt. Ein bekanntes Kunstwerk ist sicherlich die Skulptur „Mann in Drehtür“ von Waldemar Otto in Frankfurt am Main.

 

Beispiele für Drehtüren