Mörtel und Putz

Heut im Putz, morgen im Schmutz. (Sprichwort)

 

Ideen für die Wandgestaltung mit Putz und Mörtel

 

Sind Tapeten oder ein farbiger Anstrich zu langweilig, hat die Stunde für Putz und Mörtel geschlagen. Diese Stoffen schaffen neue Oberflächen. Je nach Technik entstehen durch gekonnte Handbewegungen verschiedene Strukturen, die die Atmosphäre des Raumes spielend verändern können. Eben war das Zimmer noch eine triste Küche, aber mit einer kreativen Mörtelbeschichtung erhält sie einen frischen, mediterranen Look. Auch Beschädigungen, wie Abruchstellen und Löcher in Wänden und Decken, können mit dem richtigen Mörtel beseitigt werden. An der ehemals hässlichen Stelle entsteht so ein ganz neues Element. Die Eigenschaften von Mörtel sind aber nicht auf dekorative Tätigkeiten beschränkt. Der Baustoff kommt bei der Herstellung von Mauerwerken, genauso wie bei Brandschutzvorkehrungen zum Einsatz. Es kommt nur auf seine jeweilige Zusammensetzung an.

Allgemein wird Mörtel nach seiner Verwendung und Funktion unterschieden. So gibt es Mauermörtel, der bei der Herstellung von Mauerwerken Verwendung findet. Fugenmörtel kommt bei nachträglichen Ausfugen von Verblendungen und Sichtmauerwerken zum Einsatz. Zur Herstellung eines Strichs als Grundlage für den Bodenbelag gibt es ebenfalls den passenden Mörtel. Für Flächen die von Wasser umgeben sind, gibt es einen Mörtel mit hohen Widerstand gegen Feuchtigkeit und Nässe. Bei der Gestaltung von Wänden und Decken kommt natürlich der Putzmörtel zum Einsatz. Damit der Baustoff richtig zur Geltung kommt, gibt es verschiedene Techniken. So gibt es einen gefilzten oder geglätteten Oberputz, der mit einem Filzbrett bzw. Glättkelle angebracht wird. Da bei diesen Flächen später eine hohe Oberflächenspannung herrscht, besteht allerdings die Gefahr von Rissen.

Ein Holz- oder Kunststoffreibebrett kommt bei einem Reibeputz zum Einsatz. Durch kreisende Bewegungen mit den Utensilien erstarrt die Feuchtigkeit des Putzes nicht gleich. Dank der unterschiedlichen Körnungsgrößen des Putzmörtels und den verschiedenen Reibungsbewegungen entstehen einzigartige Oberflächen. Fächer- oder schuppenförig wird der frisch aufgetragene Baustoff beim Kellerstrichputz aufgetragen. Beim Spritzputz dagegen wird das Mauerwerk mehrfach mit dünnflüssigen Putzmörtel besprenkelt. Dafür wird ein Spritzputzgerät benötigt. Je nach Region und Land gibt es zahlreiche weitere Techniken. Neben den optischen Möglichkeiten bietet der Putzmörtel aber noch eine weitere Qualität. Er kann zur Wärmedämmung beitragen. Dieser spezielle Baustoff wird als Unterputz auf Fassaden verwendet. Dieser Putzmörtel besitzt eine geringe Eigendichte und Festigkeit.

Ist der Putzmörtel an der Wand kann die Raumgestaltung in die nächste Runde gehen. Die Flächen können entweder weiß angestrichen oder farbliche Akzente setzten. Je nach Oberflächenstruktur gibt es ebenfalls bestimmte Streichtechniken. So erzeugt ein Verfahren mit Schwämmen und verschiedenen Farbtönen ein sehr schönes und zugleich auch einzigartiges Ergebnis. Neben Farben können auch andere Dekorationselemente, wie etwa feine Goldplättchen den Putz verschönern. Wer nicht gleich ganze Flächen in Farbe tauschen möchte, kann auch gezielte Blickpunkte setzten. Etwa mit einem einfarbigen Streifen oder geometrischen Mustern als optisches Highlight.

Die Geschichte des Mörtels begann vermutlich in der Antike. Die Römer entwickelten ein Gemisch aus Bruchstein oder Ziegelschrot, Bindemittel und Wasser um so etwas wie einen künstlichen Stein produzieren zu können. Aus diesem Antiken Baustoff hat sich der Beton und auch der Mörtel entwickelt. Bei der Zusammensetzung des Mörtels werden feiner Gesteinskörnungen verwendet, im Gegensatz zum Beton werden keine größeren Bruchsteine hinzugegeben.
 

Bilder von Putz und Mörtel