Den Ofen heizt man nur, daß er wieder wärme
Wenn man nach einem langen Arbeitstag Ruhe und Entspannung sucht, findet man diese meistens in der heimischen Badewanne oder unter der Dusche. Manchmal würde man am liebsten Stunden liegen bleiben oder sich von den warmen Wasserstrahlen übergießen lassen, doch mit dem Gedanken an die nächste Wasserrechnung lässt man dies oft nicht so weit kommen. Der Dusch- und Badespaß könnte allerdings auch sehr schnell vorbei sein, wenn man kein warmes Wasser aus dem Wasserhahn bekommen würde. Was im Sommer ab und an eine willkommene Abkühlung sein kann, grenzt im Winter eher an Folter. Damit das Wasser immer schön warm bleibt und man seine tägliche Reinigung auch entsprechend genießen kann, besorgt man sich einfach einen Durchlauferhitzer.
Ein Durchlauferhitzer ist ein fest installiertes Gerät und wird zur Warmwasserbereitung genutzt. Er ersetzt in vielen Fällen einen mittlerweile veralteten Boiler. Die Unterschiede zwischen beiden sind recht groß: so fungiert der Boiler als Warmwasserspeicher, dass heißt er hat nur einen gewissen Vorrat an warmen Wasser und erzeugt selbst keine Wärme. Aufgrund seiner Vorratsfunktion ist er oft ziemlich groß. Durchlauferhitzer dagegen speichern kein Wasser und sind somit auch kleiner und können mühelos im Badezimmer angebracht werden. Ein Durchlauferhitzer erzeugt warmes Wasser nur dann, wenn es wirklich benötigt wird.
Die Welt der Durchlauferhitzer
Es gibt unterschiedliche Arten von Durchlauferhitzern und somit auch abweichende Funktionsweisen. Man unterscheidet zwischen hydraulisch gesteuerten, elektronisch geregelten und gasbetriebenen Geräten. Das hydraulische Gerät besitzt einen Differenzdruckschalter, der, nachdem der Wasserhahn aufgedreht wurde, die Wassererwärmung mithilfe eines Heizelementes startet. Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer hingegen erkennen die genaue Menge des Wasserflusses und stellen dem Benutzer nach kurzer Zeit unbegrenzte Mengen an warmen Wasser zur Verfügung. Bei gasbetriebenen kann dieser Zeitraum bis zu 10 Sekunden lang dauern, bei elektronischen geht es noch schneller. Ein Nachteil der hydraulisch gesteuerten Durchlauferhitzer ist allerdings, dass die Temperatur bei höherer Durchlaufmenge sinkt. Dieses Problem haben die anderen Modelle nicht.
Sicherheit hat Vorrang
Wenn man einen Durchlauferhitzer besitzt, müssen aber auch einige Sicherheitsinformationen beachtet werden. Wenn kein Wasser mehr entnommen wird, muss auch die Energiezufuhr abgeschaltet werden. Neue Modelle besitzen für diese Aufgabe Differenzdruckschalter oder Durchflussgeber. Vergisst man die Energiezufuhr abzuschalten, so kann es passieren, dass das Gerät überhitzt.
Auch sollte man sich bewusst sein, dass das schnelle Aufwärmen von Wasser eine erhebliche elektrische Heizleistung (bei elektrischen Durchlauferhitzern) erfordert. Je höher diese Heizleistung ist, desto größere Mengen Wasser können auf eine bestimmte Temperatur erhitzt werden. Bei hydraulisch gesteuerten Modellen ist es oft nicht möglich kleine Wassermengen zu erhitzen, da sich dieser erst bei einer bestimmten Menge an durchfließendem Wasser einschaltet. Elektronisch gesteuerte Durchlauferhitzer bieten oft die Möglichkeit, dass man die Wassertemperatur am Gerät einstellen kann. So entfällt nicht nur das Dazumischen von kaltem Wasser, man kann immer sicher sein, dass das Wasser genau die Temperatur hat, die man sich vorgestellt hat. Dies bietet tollen Komfort und ein hohes Wohlbefinden. Zudem sind weisen solche Modelle hohe Energieeinsparungen gegenüber hydraulischen Durchlauferhitzern auf.
Bedingungen für den Einbau
Um einen Gasdurchlauferhitzer zu erwerben, muss man über Erdgasversorgung verfügen. Zudem müssen diese an den Schornstein angeschlossen werden, sofern keine andere Art der Abgasabgabe ermöglicht werden kann. Sie kommen oft ohne Stromanschluss aus, sind aber dafür auch bedeutend größer als elektrische Modelle.













