Waage

Waage

klassische, analoge Waage

Für viele ist die Waage ein absolutes Instrument des Grauens. Besonders in der Weihnachtszeit, wenn es an jeder Ecke irgendwelche Leckereien gibt und es noch schwerer fällt, den ganzen Lebkuchen und Stollen zu widerstehen, will man gar nicht an eine Waage denken. Sind dann ein paar Kilo zu viel drauf, geht für so manchen eine Welt unter. Doch Waagen überbringen nicht nur schlechte Nachrichten. Wenn man gerade dabei ist abzunehmen und nach Wochen gesunder Ernährung und ausgiebigem Sport ein positives Ergebnis feststellen kann, hat man einen großen Grund zu Freude. Egal ob eine Waage gute und schlechte Laune verbreitet, in den meisten Haushalten ist sie dennoch fast immer zu finden. Doch auch wenn man mit seinem Gewicht unzufrieden ist und keine Waage sehen kann, ist es wichtig ein Exemplar zu besitzen. Man sollte schon ungefähr wissen, wie viel man wiegt, da zu hohes Übergewicht auch starke gesundheitliche Risiken mit sich bringt. Zudem fällt man nicht aus Wolken, wenn man den nächsten Arzttermin hat und kann immer selbst ein Auge auf die Gewichtsentwicklung werfen.

Waagen waren schon seit jeher ein wichtiger Teil im Leben der Menschen – so entdeckte man in Ägypten einen Waagebalken, der aus dem aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. Stammte. Dieser hatte eine Aufhängung, die aus einem Seil bestand und an seinem äußeren Ende hingen die Waagschalen. Auch die Römer nutzten solche Balkenwaagen, besaßen allerdings auch Modelle, die ungleicharmig waren. In der Renaissance nutzten man schon hochempfindliche Analysewaagen in alchimistischen Labors. Die erste Waage mit Gewichtsanzeige wurde 1973 von einem schwäbischen Pfarrer gebaut. Bei diesem Exemplar handelte es sich um eine Neigungswaage. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Dezimal- und Küchenwaagen erfunden. Von da an entwickelten sich die unterschiedlichen Waagenarten sehr schnell und man erfand Waagen, die das Gewicht eines Gutes in einen Preis umrechneten und ab 1939 wurde die erste elektronische Waage von amerikanischen Ingenieuren erfunden.

Früher war es sehr verbreitet, dass es öffentliche Personenwaagen gab, mit denen man sich, gegen einen kleinen Aufpreis, wiegen konnte. Das Resultat wurde oft auf eine Karte gedruckt und so konnte man das Ergebnis nicht vergessen und auch die Gewichtsentwicklung über einen längeren Zeitraum besser beobachten. Auch heutzutage gibt es solche Waagen noch vereinzelt, vor Apotheken zum Beispiel. Allerdings sind die verschiedenen Personenwaagen mittlerweile auch sehr günstig zu haben, so dass es nahezu in jedem guten Haushalt eine gibt. Heutige Personenwaagen können eine digitale oder analoge Anzeige haben, doch Exemplare mit digitalen Anzeigen sind am beliebtesten. Je nach Bauart fällt der Messbereich unterschiedlich aus – die meisten Waagen reichen bis 130 kg, es gibt aber auch spezielle Waagen, die bis 300 kg gehen.

Da die meisten modernen Waagen recht flach sind, können sie im Badezimmer leicht unter einem Schrank oder ähnlichem verstaut werden. Häufig findet man Exemplare aus Kunststoff, doch Waagen mit Glasflächen sind immer mehr im Kommen. Sie sehen in den meisten Fällen nicht nur sehr modern und elegant aus, sie können sich in vielen Fällen auch optimal in das Raumklima einpassen und wirken nur selten wie ein Fremdkörper. Für Fitnessfans gibt es außerdem auch Waagen mit Körperfettanzeige, mit deren Hilfe man sehr erfolgsorientiert abnehmen kann.