Bettkasten

In kleineren Wohnungen steht man oft vor dem Problem, dass schon für die wichtigsten Sachen kaum Stauraum vorhanden ist. Auch die ausgeklügelsten Regalkonstruktionen und der ordentlichste Kleiderschrank sind einmal voll. Besonders Bettwäsche oder zusätzliche Kissen und Decken, die nur für den Besuch genutzt werden, nehmen viel wertvollen Platz weg. Dicke Winterjacken will man auch nicht das ganze Jahr über an der Garderobe zu hängen haben und auch der Kleiderschrank ist oft genug nicht geräumig genug.

Also warum nicht den Platz nutzen, den man eigentlich noch hat? Unter dem Bett zum Beispiel. Anstatt hier nur Staubflusen zu sammeln, bietet sich die Möglichkeit, sofern im Bett nicht schon welche eingebaut sind, Bettkästen zu kaufen. Unter dem Bett ist so gut wie immer Platz und dank verschiedener Größen und Modelle, kann man den Stauraum auch unter flachen Betten nutzen. So muss man das ganze Bettzeug nicht zusammenpfercht in den Kleiderschrank pressen, sondern kann es ganz einfach platzsparend im Bettkasten verstauen.

Ganz klassisch kennt man Bettkästen aus dem Kinderzimmer, denn häufig werden sie in Kinderbetten verbaut. So können die Kleinen am Tag ihre Bettwäsche im Kasten verstauen, um problemloser spielen zu können. So bleiben auch keine kleineren Spielzeuge im Bett hängen und stören nicht während der Nacht. Manche Bettkästen beherbergen zudem eine weitere Matratze und können so als Gästebett funktionieren.

Bettkästen sind natürlich nicht nur im Kinderzimmer zu finden. Auch in normalen Betten werden sie verbaut. Bei vielen Polsterbetten kann man die Matratze hochklappen und hat somit Zugriff auf den integrierten Bettkasten. Hier offenbart sich meist viel Stauraum und da es ein Teil des Bettes ist, wirkt es nach außen nicht wie ein Fremdobjekt. Viele Holzbetten haben ebenfalls Bettkästen, die sich optisch an das Bett anpassen. Anders als bei Polsterbetten, kann man die Kästen nutzen ohne die Matratze hochzuklappen. Oft sind Rollen oder seitliche Schienen an die Kästen angebracht, um einen leichte Benutzung zu gewährleisten.

Jeder der ein Bett besitzt, das über keinen Bettkasten verfügt, muss sich aber kein neues Bett kaufen, denn in vielen Möbelhäusern werden Bettkästen aus verschiedensten Materialien und in vielen Ausführungen angeboten. So gibt es die klassischen Bettkästen aus Holz oder Korb, aber auch einige preisgünstigere Modelle aus Kunststoff. Einige dieser Kunststoffmodelle besitzen ein großes Sichtfenster mit Reißverschluss – somit wird verhindert, dass sich auf Materialien, die längere Zeit lagern, zu viel Staub sammelt. Aber auch für die Holzmodelle gibt es Stoffüberzüge, die die untergebrachten Sachen vor Staub schützen

Wem all diese fertigen Möglichkeiten nicht gefallen oder wer schon lange ein Bett ohne Bettkasten besitzt, kann sich selbst ganz individuell einen bauen. Gerade bei Betten, die nicht die üblichen Maße haben oder gar selbstgebaut sind, empfiehlt sich diese Vorgehensweise. Hier kann man seine eigene Ideen einfließen lassen, Form und Material wählen und dem Ganzen schlussendlich den favorisierten Farbton verpassen. Wie bei den fertigen Modellen, sollte man auch an Rollen oder andere Hilfsmittel denken, so dass man den Kasten gut vor- und zurückschieben kann. Bei empfindlichen Böden sollte man außerdem darüber nachdenken Fußbodenschoner zu verwenden, um unschönen Kratzern vorzubeugen.