Die beste Matratze allein sorgt noch lange nicht für den besten und erholsamsten Schlaf. Nur in Zusammenarbeit mit einem guten Lattenrost, welcher ein weiteres Kernelement des Bettes darstellt, bekommt der über den Tag geschundene Körper eine angemessene Erholung. Der Lattenrost hilft der Matratze, damit diese die Konturen des Körpers besser unterstützen kann. So ermöglichen die vielen einzelnen Latten eine bessere Verteilung der Elastizitätsfunktion. Zudem ist er wichtig für die Hygiene der Matratze, denn er unterstützt die Luftzirkulation und verhindert Schimmelpilzbildung – immerhin verliert der menschliche Organismus pro Nacht mehr als einen Liter Wasser. Eine schlechte Position des Körpers während der Nacht kann nicht nur dazu führen dass man sich permanent müde fühlt, sondern auch Verspannungen und chronische Rückenschmerzen hervorrufen.

Lattenrost
Der Lattenrost ist noch recht jung – erst 1957 wurde er in Bremervörde erfunden. Mittlerweile ist er aus den Betten Europas nicht mehr wegzudenken. Es gibt inzwischen so viele Modelle und Varianten, dass die Entscheidung für den richtigen Lattenrost ziemlich schwer fällt. Zuvor dienten Drahtmatratzen, die aus einem Geflecht von Drahtteilen bestanden, als Unterlage für die Matratze. In den USA hat sich der Lattenrost dagegen noch nicht durchgesetzt, dort findet man hauptsächlich Boxspringbetten.
Ein Lattenrost besteht standardmäßig aus mindestens 25 Latten, allerdings haben teurere Ausführungen meist mehr Latten. Mit einer größeren Anzahl und somit kleineren Abständen zwischen den Latten steigt auch der Komfort und Langlebigkeit. Der optimale Abstand zwischen den Latten hängt aber auch von der jeweiligen Matratzenart ab, so benötigen Latex- und Kunststoffmatratzen einen niedrigeren Abstand als Federkernmatratzen. Als klassisches und bekanntestes Material für Lattenroste gilt immer noch Holz. Moderne Modelle bestehen aber aus den verschiedensten Materialien: Glasfiber und Carbonfaser sind da keine Seltenheit mehr. Ebenfalls recht beliebt sind Biolattenroste, hergestellt aus ökologischen Materialien und komplett unbehandelt.

Auch die verschiedenen Lattenrostarten entwickelten sich über die Jahre immer weiter und zeichnen sich heutzutage mit Vielseitigkeit aus. Durchgängig flache Lattenroste, die aus einem Stück gefertigt sind, sind meist besonders preiswert. Das Gleiche gilt für Rolllattenroste, die mit einem elastischen Band verbunden sind und sich, bei Nichtbenutzung, sehr platzsparend lagern lassen. Diese Modelle weisen aber, durch die fehlende Verstellmöglichkeiten der Latten, den niedrigsten Komfort auf. Einfache anpassbare Lattenroste können durch schiebbare Spanner leicht verstellt werden und bieten, durch Doppelleisten im Bereich der Hüfte, mehr Stabilität. Optimal dagegen sind sogenannte Mehrzonenlattenroste. Diese sind auf das unterschiedlich tiefe Einsinken des Körpers abgestimmt und geben somit in bestimmten Bereichen mehr oder weniger nach. Besonders fortgeschrittene Exemplare sind mit bis zu vier Motoren ausgestattet, die die optimale Liegeposition per Knopfdruck regulieren können.
Bei der riesigen Auswahl ist das Probeliegen also ein absolute Muss. Nur so kann herausgefunden werden, welche Art von Lattenrost am besten zu jemanden passt. Man sollte zwar auf das Geld achten, aber gerade hier lohnt sich eine kleinere Investition, der eigene Körper wird es zu schätzen wissen. Wem es zu mühsam ist, Bett, Lattenrost und Matratze aufeinander abzustimmen, kann auch Betten kaufen, die als Komplettsystem angeboten werden: hier muss man nur noch probeliegen und so rausfinden, was am besten zu einem passt (idealerweise mit einem fachlich kompetenten Berater).











